{"id":1682,"date":"2011-05-28T12:03:34","date_gmt":"2011-05-28T11:03:34","guid":{"rendered":"http:\/\/stadtforum-altenburg.de\/?p=1682"},"modified":"2011-06-01T12:01:10","modified_gmt":"2011-06-01T11:01:10","slug":"1682","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/stadtforum-altenburg.de\/?p=1682","title":{"rendered":"Ja des Stadtrates zu Abriss und Neubau &#8211; OVZ, 28.\/29. Mai 2011"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Artikel.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1698\" title=\"OVZ 28-05-2011 Artikel\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Artikel-e1306925340215-150x150.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Artikel.jpg?resize=150%2C150&amp;ssl=1 150w, https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Artikel.jpg?zoom=2&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 300w, https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Artikel.jpg?zoom=3&amp;resize=150%2C150&amp;ssl=1 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Abstimmungsergebnis.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1701\" title=\"OVZ 28-05-2011 Abstimmungsergebnis\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Abstimmungsergebnis-e1306925862942-150x150.jpg?resize=150%2C150\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a> <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Kommentar-.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-1702\" title=\"OVZ 28-05-2011 Kommentar\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/stadtforum-altenburg.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/OVZ-28-05-2011-Kommentar--e1306925993387-148x150.jpg?resize=148%2C150\" alt=\"\" width=\"148\" height=\"150\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Nach \u00fcber einem Jahr heftiger, kontroverser und mitunter die guten Sitten missachtender Auseinandersetzung hat der Altenburger Stadtrat vorgestern Abend den Schlusspunkt unter die Debatte zum Areal am Markt gesetzt. Mit 22 Ja- und 15 Nein-Stimmen gab er mehrheitlich gr\u00fcnes Licht f\u00fcr das nach wie vor au\u00dferordentlich umstrittene Bauprojekt. Mit diesem Beschluss wird auch der von Denkmalsch\u00fctzern heftig kritisierte Abriss zweier historischer H\u00e4user endg\u00fcltig besiegelt. <\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong> <\/strong>Von Ellen Paul<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Der gro\u00dfe Ratssaal im Rathaus ist vorgestern Abend bis auf den letzten Platz besetzt. Sogar die zus\u00e4tzlich aufgestellten Besucherst\u00fchle reichen nicht aus. Gut ein Dutzend interessierter B\u00fcrger muss in schw\u00fcler Luft und hitziger Atmosph\u00e4re sogar vier Stunden lang stehen, bis die Entscheidung f\u00e4llt. Denn so lange nehmen sich die Abgeordneten Zeit,<!--more--> um ein letztes Mal F\u00fcr und Wider des von der St\u00e4dtischen Wohnungsgesellschaft (SWG) vorgelegten und inzwischen mehrfach modifizierten Bebauungsplans f\u00fcr das Quartier zwischen Markt und Br\u00fcderkirche abzuw\u00e4gen. Dabei geht es nicht mehr um Details wie Dachneigung oder Fensterh\u00f6he. Die Redner aller Fraktionen nutzen die Gelegenheit vor allem, um ihren so zahlreich erschienenen W\u00e4hlern ihre Gedanken und Gef\u00fchle kundzutun, ihre Entscheidung zu begr\u00fcnden. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Eine Entscheidung, die offensichtlich f\u00fcr viele zu den schwersten geh\u00f6rt, die sie je zu f\u00e4llen hatten. Einig ist man sich offensichtlich nur \u00fcber eines: Es soll endlich gebaut werden. Doch \u00fcber das Wann und Wie geht die Meinung nach wie vor auseinander, geht &#8211; wie mehrfach betont wird &#8211; ein Riss durch die Bev\u00f6lkerung und den Stadtrat. Heftig kritisiert wird von den Gegnern des SWG-Projekts erneut, dass es nur einen Planer gibt, dass kein Architektenwettbewerb initiiert wurde. &#8222;Auch die Sch\u00f6nheitsoperationen am urspr\u00fcnglichen Plan machen aus dem Frosch keinen Prinzen. Was wir jetzt haben, ist ein schlecht geschminkter Prinz in einem rosaroten Samtkleid&#8220;, wird beispielsweise CDU-Fraktionschef Christoph Zippel bildlich. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Auch dass die B\u00fcrgerinitiative in einer gro\u00df angelegten Unterschriftensammlung den Altenburgern suggeriert habe, es gebe nur Abriss und Neubau oder es bleibe alles beim Alten, ist offensichtlich vielen Stadtr\u00e4ten sauer aufgesto\u00dfen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Die Bef\u00fcrworter hingegen w\u00e4hnen die B\u00fcrger f\u00fcr klug und m\u00fcndig genug, um zu wissen, was sie da \u00fcber 4000 Mal unterschrieben. Sie argumentieren, dass der Schandfleck endlich verschwinden muss, dass mit 80 bis 100 neuen Mietern Leben in die Innenstadt einziehe und es schon finanziell schlichtweg unm\u00f6glich sei, alle historischen Bauten zu erhalten.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Obwohl viele, egal ob Gegner oder Bef\u00fcrworter, endlich eine Entscheidung wollen, unternehmen Johannes Frackowiak (FDP) und Peter M\u00fcller (CDU) &#8222;letzte verzweifelte Versuche&#8220;, noch einen Aufschub beziehungsweise eine Kehrtwende in Sachen Denkmalschutz zu erreichen. Der eine beantragt, die Beschlussvorlagen noch einmal in die zust\u00e4ndigen Aussch\u00fcsse zur\u00fcckzuverweisen, was der Stadtrat mit \u00e4u\u00dferst knapper Mehrheit von 18:19 Stimmen ablehnt. Der andere kommt mit seinem Ansinnen, der OB m\u00f6ge F\u00f6rdermittel f\u00fcr den Erhalt der beiden denkmalgesch\u00fctzten H\u00e4user beantragen, gar nicht erst durch. Begr\u00fcndung: Die Bewilligung der notwendigen Eigenmittel hatte der Stadtrat vor vier Wochen abgelehnt.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Daraufhin &#8211; es ist bereits kurz vor 22 Uhr &#8211; beginnt die von der CDU beantragte namentliche Abstimmung. Sie bringt mit 22 Ja- und 15 Nein-Stimmen eine klarere Entscheidung, als zu erwarten war. Die Besucher quittieren sie mit Pfiffen und Buh-Rufen oder heftigem Applaus, jenachdem welchem &#8222;Lager&#8220; sie angeh\u00f6ren. SWG-Chef Michael R\u00fcger l\u00e4chelt zufrieden und erleichtert. Denn jetzt kann es losgehen. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Nach den Pl\u00e4nen der Wohnungsgesellschaft soll im Juli der Abriss der Geb\u00e4ude f\u00fcr das neue Quartier beginnen. Danach wird das Feld zun\u00e4chst arch\u00e4ologischen Grabungen \u00fcberlassen, bevor die Bauarbeiten im Oktober anlaufen. Das Gesamtprojekt mit einer Investitionssumme von 5,7 Millionen Euro soll Anfang 2013 abgeschlossen sein. Es entstehen 35 Wohnungen, eine Tiefgarage, ein Einkaufsmarkt sowie ein Restaurant.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>So votierten die einzelnen Abgeordneten \u00fcber den vorgelegten Bebauunsplan:<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">CDU<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Peter M\u00fcller nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Christoph Zippel nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Andr\u00e9 Neumann ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Frank Tanzmann nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Stefan Nowak nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Christian G\u00f6tzenein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Sandy Reichenbach nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Wido Hertzsch nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Bj\u00f6rn Petersen ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Stefanie Apel ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Lili Schmidt nein <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Linke<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Birgit Klaubert nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Mandy Ei\u00dfing nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Andreas Schmidt ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Barbara Pl\u00f6tnerja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Harald Stegmannnein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Kati Klaubertnein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Gerhard Stenzel ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Pia Taubert ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> J\u00fcrgen Fleischer ja<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">SPD<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Nikolaus Dorsch ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Annett K\u00fcgler ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Sibylle B\u00f6rngen ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Torsten Rist ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Margitta Dittrich ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Annelies Metzschke ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Wilfried Pr\u00e4ger ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Peter Friedrich ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Volker Schwerd ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Frank Fache ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Wolfgang Krause ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Carsten Heyn ja<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Andrea R\u00fcckerja<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Fraktionslose Mitglieder<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Johannes Frackowiak (FDP) nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Detlef Zschiegner (FDP) nein<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Christian Maul (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen) nein<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Oberb\u00fcrgermeister<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #808080;\"> Michael Wolf (SPD) ja<\/span><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong>Mit zweierlei Ma\u00df gemessen . Kommentar<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Von Ellen Paul <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Nach dem, was aus den Fraktionen vorab verlautete sowie am Abend in der Diskussion signalisiert wurde, w\u00e4re alles andere als eine mehrheitliche Zustimmung zu den Bebauungspl\u00e4nen f\u00fcr das Areal am Markt in Altenburg eine mittlere Sensation gewesen. Sie blieb aus. Das mag man gut finden oder nicht, es ist eine von einem frei gew\u00e4hlten Gremium demokratisch getroffene Entscheidung. Sie wird so oder so zu akzeptieren sein und soll deshalb hier auch nicht kommentiert werden. Nicht unkommentiert bleiben darf hingegen, wie sie zustande gekommen ist.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Da gibt es bei einem Projekt solcher Tragweite nur einen Planer und einen Entwurf, der auf Druck der \u00d6ffentlichkeit und des Stadtrats wenigstens einige Sch\u00f6nheitskorrekturen erf\u00e4hrt, w\u00e4hrend bei einem vergleichsweise unbedeutenden Marktbrunnen ein Architektenwettbewerb initiiert wird. Da bleiben bei einem Jahrhundertvorhaben schnell mal eigene Ma\u00dfst\u00e4be unbeachtet, w\u00e4hrend bei einem privaten Gesch\u00e4ftsmann allein das Aufstellen einer Markise zum Politikum ger\u00e4t. Da l\u00e4sst sich der Stadtrat mehrfach vom Oberb\u00fcrgermeister und seiner Verwaltung ausbremsen, ohne Konsequenzen zu ziehen und auf seinen Forderungen zu bestehen. In einem Fall ignorierte er bereitwillig sogar seinen eigenen Beschluss. <\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\">Vor allen Dingen aber haben es die politisch Verantwortlichen geschehen lassen, dass die Bev\u00f6lkerung in zwei fast unvers\u00f6hnliche Lager gespalten wird, statt sie seri\u00f6s zu informieren und im Interesse einer sch\u00f6nen Altstadt zu einen. Eine \u00f6ffentliche Debatte, die Sitte und Anstand mitunter weit hinter sich lie\u00df, war das Ergebnis.<\/span><span style=\"color: #888888;\"><br \/>\n<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach \u00fcber einem Jahr heftiger, kontroverser und mitunter die guten Sitten missachtender Auseinandersetzung hat der Altenburger Stadtrat vorgestern Abend den Schlusspunkt unter die Debatte zum Areal am Markt gesetzt. 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